Schulhund

In der pädagogischen Literatur wird von Untersuchungen berichtet, die zeigen, dass ein Hund im Klassenzimmer dazu beiträgt, die Konzentrationsfähigkeit von SuS zu erhöhen und zu stabilisieren. Das kann nur gelingen, wenn genügend Rücksicht auf den Hund genommen wird: es darf nicht laut sein, niemand darf herumrennen usw. Beobachtet man solche Klassen, so sind sie deutlich ruhiger, Lärmpegel und Stressniveau sind deutlich gesenkt.

Im Januar 2025 startete Jasmin Volkmann mit ihrem Labradorrüden Remus die Ausbildung zum Schulhundteam. Seit einem, in diesem Rahmen durchgeführten, Wesenstest im November 2024, besucht Remus die Schule an zwei Tagen die Woche und trägt zum sozialen Lernen in den Klassen bei.

Das Konzept von Jasmin Volkmann enthält folgende Aspekte: In vielen Bereichen und Aufgaben kann das Schulhundteam eingesetzt werden: Zum Beispiel zu Versorgungsaufgaben, Lernen, Spielen, Beschäftigung etc. Die Voraussetzungen für den Einsatz sind an das Fünf-Phasen-Modell zur Strukturierung des Schulhundeinsatzes angelehnt (vgl. Heyer und Kloke 2010, S.37).

Die Vorbereitung ist in diesem Fall den zu berücksichtigenden Gremien (Schule) geschuldet. Ferner werden die Hunde an den Schulalltag gewöhnt.

In der Einführungsphase erarbeiten die SuS den richtigen Zugang zum Hund, Regeln im Umgang mit dem Hund werden erlernt. Zum Beispiel: Wie bzw. wann gehe ich auf den Hund richtig zu? Wie soll der Hund gestreichelt werden? Welche Voraussetzungen braucht der Hund in unserer Klasse? usw.

In der Kennenlernphase können die SuS ggf. ihre Ängste abbauen und erstmals Kontakt zum Hund aufnehmen. Die SuS machen sich mit den ersten Grundkommandos vertraut.
Zusätzlich erlernen sie Basiswissen über das Verhalten von Hunden, deren Ausstattung, Hunderassen, Hundeberufe u.v.m. (vgl. ebd.).

Die Arbeitsphase dient dem aktiven Einsatz des Hundes durch Rituale am Stundenanfang, gezielte Einbindung des Hundes, Tricks, Demonstrationen usw.

Die Abschlussphase stellt das Ende der Arbeitsphase dar. Auch hier werden Rituale zum „sanftem Ausstieg“ der aktiven Hundephase gewählt. Der Hund ist jetzt „nur“ noch anwesend und kann an seinem Platz ruhig verweilen, ohne gestört zu werden.

Manchmal ist er einfach nur da und sorgt für gute Stimmung; in der Regel wird der Hund aber aktiv im Unterricht eingesetzt (z.B. zum Apportieren von Säckchen mit Aufgabenkarten, zum Ziehen von Möhren mit Aufgaben, usw.).

Bei der Intensität des Einsatzes ist die Tagesform vom Schulhund zu berücksichtigen. Selbstverständlich ist der Hund geimpft und Hygienemaßnahmen werden entsprechend eingehalten. Sollte es zum Auftreten von Allergien kommen muss der Einsatz von Schulhunden in der jeweiligen Lerngruppe überdacht und ggfs. eingestellt werden.

Unser Schulhund Remus

Das Schulhundekonzept wird von der Gesamtkonferenz genehmigt, es wird regelmäßig evaluiert. Die HundeführerInnen an der GS Ganspe absolvieren unter anderem eine 12-tägige Ausbildung mit den Hundetrainern Stefan Körner und Jan Roland. Der Schulhund der GS Ganspe wird stets genau beobachtet und getestet. Hierbei werden grundsätzliche Wesenszüge des Hundes überprüft, wie der Grundgehorsam, der Umgang mit Stress und das Verhalten in typischen Unterrichts- und Pausensituationen. Hier muss das Tier eine hohe Gelassenheit und Arbeitsfreude im Umgang mit SchülerInnen zeigen.

Weitergehende Fragen beantwortet Jasmin Volkmann gern unter jasmin.volkmann@grundschule-ganspe.de.

Marieke Arcadi / Jasmin Volkmann